Über die Sinnlosigkeit…

Die Welt zerbröckelt Tag für Tag.
Die Welt, in der wir uns einrichten und entfalten wollen.

Dunkle Geister durchziehen das Land und …

 

OK, das sollte kein Herr-der-Ringe-Intro werden,
aber mal ehrlich;
im Moment ist alles Scheiße, oder?

Faschisten ziehen durchs Land, Politik und Presse zeigen sich scheinbar machtlos, scheinen aber eher keinen Anreiz zu haben, sich zu irgend etwas zu bekennen.
Wer nicht pöbelt, lehnt sich zurück und hält sich lieber mal raus. Könnte ja schlecht für das Geschäft sein oder Konsequenzen haben.

Einige Teile der Bevölkerung bemühen sich um Widerstand.

Doch wollt ihr immer nur darüber reden, dass etwas geschehen muss?

 

Ich habe jetzt wochenlang versucht, euch verständlich zu machen, dass offen reden nur der erste Schritt ist,
Doch jedes Mal, wenn ich euch gewissermaßen unter dem Arm packe und auffordere, jetzt auch mal was zu tun, und sei es nur die geringste Geste oder Aktion,
straft ihr mich mit Schweigen. Ihr seht weg, geht eurer Wege und ignoriert mich.

Ich könnte das jetzt auf mich beziehen. Oder ich akzeptiere, dass das deutsche Mentalität ist. Immer noch!
Wegsehen, Schweigen, nichts tun.

Ihr wisst schon, wo das hinführen könnte?
Niemand hat euch aufgefordert, in den Krieg zu ziehen oder Gesetze zu übertreten.
Ihr seid lediglich gefordert, euch nicht nur in einem flüchtigen Tweet oder durch Anwesenheit bei einem Konzert zu euren Werten zu bekennen,
sondern Worten auch mal taten folgen zu lassen.

Ich ließ mich auf eine Diskussion mit einem verbitterten Menschen ein, der sich selbst als diskriminierten Ausländer bezeichnete.
Ich biete Initiativen und Demos an, suche Gleichgesinnte.
Ich traf letzte Woche einen Arbeitskollegen aus den USA, der nicht dieselbe Hautfarbe hatte wie ich, und ich konnte mich selbst prüfen.
Ich habe mich so gefreut, ihn kennen zu lernen, und zum Abschied habe ich ihn herzlich umarmt.
Weil es rein gar nichts gibt, was uns unterscheiden würde – als Menschen.

Ich lebe meine Akzeptanz. Jeden Tag.
Ich lächle meine Mitmenschen an, ich mache keine Bögen um die, die sich äußerlich irgendwie von mir unterscheiden.
Ich will mir selbst das beste Beispiel sein, dass Vielfalt ein Segen für die Menschheit ist – kein Fluch.

Und was macht ihr? Pappt ein Banner „#wirsindmehr“ unter eure Avatare, und das war schon wieder alles?

Mir reicht es.

Ich schäme mich, „weiß“ zu sein.
Ich schäme mich, „deutsch“ zu sein.
Ich schäme mich ein bisschen, „Mensch“ zu sein.

Weil ihr mir täglich beweist, dass all meine Bestrebungen umsonst sind.
Ihr hasst, missachtet, neidet und lästert weiter.
Ihr seid keine weiterentwickelten Lebensformen. Ihr seid immer noch primitive Rudeltiere, mit dem intellektuellen Potential, irrational grausam zu sein.

Mir reicht es.
Mir sind Menschen einfach zuwider.

Ich habe immer diplomatisch und friedfertig versucht, mit Menschen umzugehen.
Doch bis auf wenige Ausnahmen seid ihr es schlicht nicht wert.

Wundert euch nicht, warum ich ab morgen oberflächlicher oder gar nicht mehr twittern und facebooken werde.
Wundert euch nicht, warum ich ab morgen einfach gleichgültiger reagiere.

Ich habe nicht aufgegeben. Ich ziehe weiter.
Den Glauben an euch habe ich verloren.

Ich werde dennoch weiter lächeln und Akzeptanz leben – aber ich werde euch nicht mehr ermutigen.
Denn ich habe erkannt, dass ihr sehr wohl verstehen könnt, worum es geht.
Ihr wollt es nur nicht verstehen.

7 Gründe, die mich von meiner Umwelt entzweien:

  • Hochmut
  • Neid
  • Zorn
  • Geiz
  • Wolllust
  • Gier
  • Faulheit

Ich bin einfach nur enttäuscht.
NIKE macht gerade Werbung dafür, dass Träume nicht groß und verrückt genug sein können.
Ihr schaut mit Kullertränchen und stimmt zu.
Doch ihr träumt nur. Ihr lebt nicht.

Ich wollte verrückte Dinge mit euch tun – lebensbejahende, Menschlichkeit und Vielfalt fördernde Dinge.
Doch ihr schüttelt nur den Kopf und zieht weiter. Die Verrückte da – bloß nicht damit gesehen werden.

Habt Spaß in eurer Mittelmäßigkeit. Genießt das neue dritte Reich und den dritten Weltkrieg.
Wer sich nicht wehrt, bekommt das, was er verdient.

Ich werde mich nun um meine Seele kümmern. Kümmert sich ja sonst niemand drum.
Ich kann mir nicht vorwerfen, ich hätte es nicht zumindest versucht.

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